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RE:3 – ein Konzept für RE:duce, RE:use und RE:vitalise

RE:3 ist ein Konzept von Swegon, das auf den Grundprinzipien der Kreislaufwirtschaft beruht, das aus RE:duce, RE:use und Re:vitalise besteht. Man geht davon aus, dass dieser einzigartige Ansatz einen wichtigen Beitrag für die Branche leisten und es einem breiten Publikum erleichtern wird, bewusste und langfristige Entscheidungen im Hinblick auf die Senkung des „embodied Carbon“ in Gebäuden zu treffen. Eine RE:3-Lösung ist eine Alternative zu unseren konventionellen Produkten, Systemen und Diensten, eine Alternative die verringert, wiederverwertet oder erneuert wird. Wir stellen eine sehr viel geringere Menge an „embodoed Carbon“ sicher und kennzeichnen diese Lösungen mit unserem RE:3-Symbol.

Betriebsbedingter Kohlenstoff und „embodied Carbon“

Bei Swegon unterteilen wir unsere Nachhaltigkeitsarbeit in soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte, die oft als People, Planet und Profit, also Menschen, Planet und Profit, bezeichnet werden. In diesem Abschnitt wollen wir Kohlenstoffdioxid (CO2) und die Maßnahmen zur Minimierung seiner Emissionen diskutieren, wobei Kohlenstoffdioxid dem Bereich „Planet“ zugeordnet ist.

Wie bei vielen anderen Unternehmen und Behörden lag der Schwerpunkt unserer Arbeit bisher auf der Suche nach Möglichkeiten zur Verringerung des betrieblichen CO2-Fußabdrucks – in unserem Fall auf der Minimierung des Energieverbrauchs für Lüftung, Heizung und Kühlung in Gebäuden. Wir sind uns jedoch bewusst, dass es notwendig und an der Zeit ist, auch den „embodied Carbon“ zu berücksichtigen. „Embodied Carbon“ umfasst die Emissionen aus Herstellung, Transport, Installation, Wartung und Entsorgung von Baumaterialien. Alle Lieferanten müssen in Zukunft anders denken, um diese Emissionen zu reduzieren, und wir bei Swegon fassen in unserem RE:3-Konzept bahnbrechende Alternativen zur herkömmlichen Arbeitsweise zusammen.

 

Über Menschen, Planeten, Profit auf unserer Unternehmenswebsite

RE:3 und Kreislaufwirtschaft

RE:3 macht heute die Grundlage der Kreislaufwirtschaft aus, die auf einfache und faire Weise als Gegensatz zur linearen Verwendung von Materialien beschrieben wird. Statt nehmen, machen und entsorgen bedeutet dies die Verwendung von Materialien im Kreislauf, wobei das ultimative Ziel ist, Abfall zu vermeiden. Reparatur, Aufwertung und Renovierung, Wiederverwendung Verschönerung und Entwurf für eine mögliche Demontage sind Maßnahmen, die im Zusammenhang mit Kreislaufwirtschaft häufig verwendet werden. Wir setzen für unsere RE:3-Initiativen auf RE:duce, RE:use und Re:vitalise, also Veringerung, Wiederverwendung und Wiederbelebung, die im Folgenden definiert werden:

RE:duce – Die Verwendung von Materialien, die sehr viel „embodied Carbon“ enthalten, wird durch die Verwendung alternativer Bestandteile oder durch einen neuen Entwurf, der an weniger „embodied Carbon“ angepasst ist, verringert.

RE:use – Produkte werden zurückgenommen, aufbereitet oder aufgewertet und dem Markt erneut zur Verfügung gestellt.

RE:vitalise – Die Produkte sollen vor Ort auf den neuesten Stand gebracht werden. Das ermöglicht eine verlängerte Lebensdauer sowie eine moderne Funktionalität, bezieht sich jedoch nicht auf den traditionellen Ersatzteilverkauf oder die allgemeine Wartung und Instandhaltung.

In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass die Bereitstellung von Wartung und Reparaturen auch unter dem Gesichtspunkt der Kreislaufwirtschaft von entscheidender Bedeutung ist und neben den Fortschritten im Rahmen des RE:3-Konzepts fortgeführt wird.

Ein Grundgerüst für das Konzept

Da dem „embodied Carbon“ im Bausektor traditionell keine Priorität eingeräumt wird, könnte das RE:3-Konzept in Bezug auf seinen Zweck und seine Begrenzungen einer weiteren Erläuterung bedürfen:

  • RE:3 ist begrenzt auf „embodied Carbon“
  • Es konzentriert sich auf Produkte und die Installationsphase und nicht auf die Betriebsphase, bei der es zum Beispiel um die Energieeffizienz geht.

Oder ganz einfach – jedes Mal wenn ein Swegon Produkt mit dem RE:3-Symbol gekennzeichnet ist, handelt es sich um ein Produkt, das die Menge an eingebautem CO2 in einem Gebäude reduziert. Auf jeden Fall ist das RE:3-Symbol keine Zertifizierung, es handelt sich um eine Kennzeichnung, mit der unsere Kunden durch die von uns angebotenen Produkte geführt werden.

Außerdem ist es wichtig, bei der Definition von RE:3 die Flexibilität des Konzepts zu erwähnen. Wenn die Alternativen zum Standard werden, werden sie das RE:3-Symbol nicht länger tragen, sondern eher die Standardoption von uns bei Swegon sein. Wir bleiben auf jeden Fall der Kreislaufwirtschaft verpflichtet und werden neben den Vorteilen des RE:3-Konzepts weitere Kreislaufverfahren entwickeln.

 

Beispiele dafür, welche Wirkung RE:duce hat

STAHL

Dieser Teil des RE:3-Konzepts ist darauf ausgerichtet, die Verwendung von Materialien zu reduzieren, die große Mengen an „embodied Carbon“ enthalten.

Ein erstes Beispiel aus dem RE:duce-Bereich ist die Einführung von Stahl mit reduzierten CO2-Fußabdruck. Wir führen dies gerade bei unseren GOLD Lüftungsgeräten ein und in die Produktion unserer CLA-Schalldämpfer ist es bereits integriert.

Der von uns verwendete Stahl enthält mindestens einen Anteil von 75 % an recyceltem Bestandteilen und wird darüber hinaus nur unter Verwendung von Elektrolichtbogenöfen mit erneuerbarer Energie hergestellt. Das Ergebnis ist Stahl, der im Vergleich zu herkömmlichen Stahl über einen erheblich reduziertem CO2-Fußabdruck verfügt und somit eine bedeutende Reduzierung des „embodied Carbon“ ermöglicht. In unseren Swegon GOLD Lüftungsgeräten beträgt die Reduzierung abhängig von der Menge des ersetzten Stahls bis zu 20 % und in unseren CLA-Schalldämpfern 34 %.

 

Lesen Sie im Blog unserer Experten über den heute verwendeten Stahl

Erfahren Sie mehr über unser Swegon CLA
KÄLTEMITTEL

Ein anderes Beispiel aus dem RE:duce-Bereich sind die signifikanten Verbesserungen, die durch den Austausch der konventionellen synthetischen Kältemittel in Wärmepumpen und multifunktionalen Hochleistungseinheiten gegen die natürliche Alternative Propan erfolgte. Einige häufig verwendete Kältemittel sind aufgrund ihres Treibhauspotentials (global warming potential, GWP) sehr gefährlich. Sie mögen als Kältemittel sehr gut sein, wenn sie aber freigesetzt werden, bilden sie verschiedene Treibhausgase, von denen einige sehr viel gefährlicher als Kohlenstoffdioxid für die Umwelt sind. Im Gegensatz dazu hat Propan als natürliches Kältemittel einen GWP von 0. Dieser Austausch trägt zu einer erheblichen Verringerung des CO2-Fußabdrucks von Heiz- und Kühlanlagen bei, und wir richten unsere Arbeit an der Verpflichtung zu umweltfreundlichen Praktiken aus. Erfahren Sie unten im Blog unserer Experten mehr:

 

Die Zukunft der Kältemittel heißt Propan

Mit den Mythen über Propan aufräumen

RE:use – Welche Ambition haben wir?

Bei der Renovierung oder Aufarbeitung eines Gebäudes ist es nicht ungewöhnlich, dass voll funktionstüchtige Ausrüstungen verschrottet und durch brandneue ersetzt werden, weil sich die Anforderungen für das Raumklima geändert haben. Einige Baumaterialien, wie Ziegel, Fenster oder Badezimmerarmaturen mögen relativ einfach wieder in ein anderes Gebäude eingebaut werden können. Wie sieht es aber mit den komplexen Produkten wie Lüftungsausrüstungen aus?

Bei Swegon haben wir einige Pilotprojekte initiiert und mit einander verknüpft, die das Ziel haben, solide Wege für eine spätere Wiederverwendung von Heizungs-, Lüftungs- und Klima­ (HLK) Geräten und Systemen zu bieten. Wir wollen eine Möglichkeit finden, bestehende Geräte in großem Umfang zurückzunehmen und sie nach der Reinigung, der Aufrüstung von Komponenten und abschließenden Qualitätskontrollen wieder auf dem Markt anzubieten. In funktioneller Hinsicht wird das Produkt einem fabrikneuen gleichkommen, und der CO2-Fußabdruck wird erheblich verringert. Das ist ein Ansatz mit klaren Vorteilen gegenüber der Verwendung von Produkten aus zweiter Hand.

 

Bleiben Sie dran und verfolgen Sie unsere RE:use-Initiative für eine bessere Kreislaufwirtschaft.

Nicht wiederzuverwenden ist eine riesige Verschwendung, aber dieser Wandel erfordert sowohl von uns als auch von unseren Kunden ein Umdenken – und wir sind dabei auf dem besten Weg
Andreas Örje Wellstam, CEO Swegon Group

RE:vitalise – verlängert den Lebenszyklus des Produkts

Wie die Überschrift zeigt, erhalten Produkte durch RE:vitalise eine verlängerte Lebensdauer. Dies erfolgt durch die Aktualisierung von Komponenten und das Hinzufügen moderner Funktionalitäten zu den Produkten. Der Unterschied zwischen RE:vitalise und herkömmlichem Ersatzteilaustausch sind die erwarteten 10–20 zusätzlichen Jahre Betriebszeit, die die revitalisierten Produkte bekommen.

Innerhalb des RE:3-Rahmenwerks ist RE:vitalise am effektivsten bei der Reduzierung von „embodied Carbon“, weil alle Produkte an ihrem Platz bleiben, sehr viel weniger und kleinere Transporte benötigt werden und nur erforderliche Komponenten neu produziert werden und nicht das gesamte Gerät.

 

RE:vitalise in der Praxis

Aktualisierung und digitale Renovierung

Ein Beispiel: Obwohl unsere Swegon GOLD Lüftungsgeräte für ihre lange Lebensdauer bekannt sind, werden einige Komponenten natürlich abgenutzt sein. Während die mechanische Struktur jahrzehntelang halten kann, bedeutet der Fortschritt in der Informationstechnologie, dass die Software und die digitalen Schnittstellen schneller veraltet sein können. Durch den einfachen Austausch von Schlüsselkomponenten und durch Software-Updates erhält das Gerät eine längere Lebensdauer und ist sogar intelligenter als es ursprünglich sein sollte.

Auch die Steuerungen unseres Swegon WISE-Systems für bedarfsgesteuerte Lüftung können aktualisiert werden und sind damit mit der neuesten WISE-Generation kompatibel. Bei dieser Aktualisierung bleibt der größte Teil der vorhandenen Hardware erhalten, während das System erheblich modernisiert wird.

 

Machen Sie sich mit unserer Swegon GOLD Aktualisierung vertraut

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