Ein klimaeffizientes Wahrzeichen in Stockholm
Dies ist ein inspirierendes Beispiel für nachhaltiges urbanes Wohnen, das von der Electrolux Group geschaffen wurde und sich auf dem Gelände des historischen Firmensitzes befindet. Das Wohnanlagenprojekt mit 114 Wohneinheiten vereint klimafreundliche Innovationen, architektonische Visionen und die Sorge um die Menschen, die darin leben. Machen Sie sich mit dieser ersten Wohnanlagenphase im Rahmen der umfassenderen Initiative „Greenhouse Sthlm“ vertraut – einem Umbauprojekt, das von der Abteilung für Immobilienentwicklung der Electrolux Group in enger Zusammenarbeit mit Archus, dem Generalplaner und Architekten, geleitet wird.
Eine Vision, die auf Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit gründet
Die Umgestaltung von „Greenhouse Sthlm“ wird von Ulrika Kågström geleitet, der Leiterin der Immobilienentwicklung bei der Electrolux Group, die bereits seit 1995 in leitender Position für das Unternehmen tätig ist. Ihre Leidenschaft für nachhaltige Stadtentwicklung und Innovation gab den Anstoß für das Projekt „Brf Gourmet“ – ganz im Einklang mit dem übergeordneten Unternehmenszweck: „Das Leben zum Besseren gestalten“ („Shape living for the better“).
Bei diesem Projekt handelt es sich um weit mehr als nur ein Wohnungsbauvorhaben; es leistet einen maßgeblichen Beitrag zum Ziel der Electrolux Group, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Bereits in einer frühen Phase der Planung entschied sich das Team, die „NollCO2“-Zertifizierung – einen vom SGBC* entwickelten, fortschrittlichen Nachhaltigkeitsstandard – als Pilotprojekt anzuwenden. Zudem verfolgte das Team das Ziel, die Kriterien für das „Nordic Swan Ecolabel“ zu erfüllen. Damit setzt das Bauprojekt einen neuen Maßstab für klimabewussten Wohnungsbau in Schweden.
*SGBC steht für Sweden Green Building Council
Ein mit dem NollCO2 2025 ausgezeichnetes Projekt
Brf Gourmet wurde vom Sweden Green Building Council (SGBC) als „NollCO2-Projekt des Jahres 2025“ (Netto-Null-CO2) ausgezeichnet. Grund hierfür sind der ausgeprägte Fokus des Gebäudes auf die Verringerung der Klimabelastung, innovative Energielösungen sowie ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele. Zudem wurde der Hauptsitz der Electrolux Group als „BREEAM-Gebäude des Jahres“ durch das SGBC prämiert – ein weiterer Beleg für den hohen Stellenwert der Nachhaltigkeit in diesem Areal.
Swegon ist stolz darauf, die Klimalösungen für dieses Projekt geliefert und damit einen Beitrag zur hohen Umweltleistung geleistet zu haben. Dieses Referenzprojekt verdeutlicht, wie Klimalösungen eine Schlüsselrolle bei der Realisierung CO2-armer Gebäude für die Zukunft spielen können.
Materialwahl zur Senkung von CO2-Emissionen
Das ursprüngliche Gebäude – einst ein Kinderkrankenhaus und später der Hauptsitz von Electrolux – unterlag 2018 einer kommunalen Umwidmung. Dieser Schritt ebnete den Weg für das Projekt „Brf Gourmet“, bei dem Designentscheidungen so getroffen wurden, dass sowohl ästhetische Ansprüche als auch Emissionsziele erfüllt werden konnten.
- Holzbauweise mit Fichtenholz aus Mittelschweden.
- Klimaverbesserter Beton.
- Ziegel der alten Fassade wurden wiederverwendet.
- Der Neubau ist nach dem Standard „NollCO2“ zertifiziert.
Insgesamt konnten die CO2-Emissionen des Projekts – berechnet nach der NollCO2-Methodik – im Vergleich zu einer konventionellen Bauweise um 57 % gesenkt werden.
Wir wollten große Glasflächen, um das natürliche Licht optimal zu nutzen – ohne jedoch klobige Heizkörper davor zu haben. Wir sahen einen echten Mehrwert darin, neben einer Heizfunktion auch eine Kühlmöglichkeit anzubieten – im Hinblick auf die wärmeren Sommer der Zukunft.Ulrika Kågström, Leiter Immobilienentwicklung bei der Electrolux-Gruppe
Klimabewusster Komfort durch den Einsatz von Innovationen in der Heiz- und Kühltechnik
Eine der herausragenden Innovationen des Projekts betrifft die Klimatisierung der einzelnen Wohnungen. Um den Einfall von natürlichem Licht zu optimieren, wurden großflächige Fenster gewählt – was kreative Lösungen erforderte, um auf herkömmliche Heizkörper verzichten zu können.
Nach einer eingehenden Analyse entschied sich das Team für einen Anschluss an das lokale Fernwärme- und Fernkältenetz. Dabei wurden zwei verschiedene HLK-Konzepte (Heizung, Lüftung, Klimatechnik) geprüft: luftbasierte Systeme und bodenbasierte Installationen. Letztendlich fiel die Wahl auf das luftbasierte System „Swegon CASA Climate“, das durch folgende Merkmale überzeugt:
- Eine benutzerfreundliche Bedienoberfläche, die sowohl eine mobile App als auch Wandbedienpanels umfasst.
- Energieeffizienzfunktionen, wie etwa einen Urlaubsmodus sowie Optionen zur Abschaltung der Kühlung.
- Eine „Free Cooling“-Funktion (freie Kühlung), die im Sommer nachts die Zufuhr von Außenluft verstärkt.
Das System erfüllt nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen an das Raumklima, sondern ermöglicht es den Bewohnern zudem, ihren Energieverbrauch aktiv zu steuern.
Eine intuitive Benutzeroberfläche, eine unkomplizierte technische Einrichtung sowie der Verzicht auf eine zusätzliche Betonschicht – was andernfalls unseren CO₂-Fußabdruck vergrößert und die Deckenhöhe beeinträchtigt hätte.Ulrika Kågström, Leiter Immobilienentwicklung bei der Electrolux-Gruppe
CASA Climate – aus vielen Gründen
Die Entscheidung für den Einsatz von CASA Climate fiel mit dem Ziel, ein exzellentes Innenraumklima zu schaffen; dabei spielten zudem intelligentes Design, Benutzerfreundlichkeit sowie technische und ökologische Kriterien eine entscheidende Rolle:
- Einfache Installation unter einem Doppelboden, was zugleich den akustischen Komfort fördert.
- Ein geringer COâ‚‚-Fußabdruck im Vergleich zu anderen Lösungen, die den Einsatz von COâ‚‚-intensivem Beton erfordert hätten.
- Direkte Zusammenarbeit zwischen Electrolux und dem Produktteam von Swegon, um die Systemleistung durch Tests und Validierungen vor Ort sicherzustellen – insbesondere im Hinblick auf die Platzierung der Luftauslässe und die Vermeidung von Zugluft.
CASA Climate in der Praxis
Hier sind einige der Vorteile der CASA-Klimalösung: Die Außenluft wird von Pollen und anderen Partikeln gefiltert, bevor sie in die Wohnung gelangt; 85 % der für Heizung oder Kühlung aufgewendeten Energie werden bei der Lüftung zurückgewonnen, und Feuchtigkeitssensoren passen den Luftstrom bedarfsgerecht an. Das Raumklima jeder Wohnung – also Heizung, Lüftung und Kühlung – lässt sich automatisch oder manuell über eine App steuern.
Heizung und Kühlung erfolgen über ein einheitliches System, wobei die Luftverteilung durch Kanäle unter Schränken und Garderoben erfolgt. Für jeden Raum kann eine individuelle Zieltemperatur festgelegt werden, die sich bequem über ein Touch-Panel oder die App anpassen lässt. Zudem können die Bewohner einen Wochenplan erstellen, um den Energieverbrauch zu minimieren, ohne dabei auf ein angenehmes Raumklima verzichten zu müssen.
Der Ausgleich der COâ‚‚-Emissionen, die während der Bauphase entstanden sind, ist bereits im Kaufpreis der Wohnung enthalten. Die Klimabilanz der Wohnungen ist somit von vornherein berücksichtigt.
Das Endergebnis
Wenn Ulrika ein Fazit zu dem Projekt zieht, bezeichnet sie „Brf Gourmet“ als glänzendes Beispiel dafür, wie durchdachte Planung, ökologische Verantwortung und innovative Partnerschaften das städtische Wohnen neu definieren können. Sie hebt dabei das Projektteam hervor, das – von Archus, Skanska und Hedström & Taube bis hin zur direkten Zusammenarbeit mit Swegon – auf Kontinuität und gemeinsame Werte setzte und dabei herausragende Fachkompetenz bewies. Ihrer Ansicht nach hat das Projekt das Potenzial, eine neue Generation nachhaltiger Bauvorhaben in Schweden und darüber hinaus zu inspirieren.
Wir wollten, dass die Bewohner ihr Raumklima einfach und effizient steuern können. CASA Climate ermöglicht genau das.Ulrika Kågström, Leiter Immobilienentwicklung bei der Electrolux-Gruppe