You might want to visit our global site:

Ein sicheres und stabiles Raumklima für anspruchsvolle Laborforschung

Die Lösung von Swegon umfasst maßgeschneiderte Zu- und Abluftsysteme sowie integrierte Luft- und Wassersysteme, die auf die unterschiedlichen Räumlichkeiten des Gebäudes und die Leistungsanforderungen an ein modernes System  zugeschnitten sind.

CECAD – eines der führenden europäischen Zentren der Altersforschung

Das CECAD-Forschungszentrum auf dem Campus des Kölner Universitätsklinikums ist das zentrale Gebäude des Kölner Exzellenz-Clusters „Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases“ (CECAD). Es ist eines der größten Zentren Europas für Altersforschung und wurde von „gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner“ entworfen.

Das siebenstöckige Gebäude bietet eine Bruttogeschossfläche von rund 28.290 m² und umfasst Labore, Büros, einen Hörsaal sowie einen öffentlich zugänglichen Bereich mit Cafeteria und Eingangshalle. Das architektonische Ziel bestand darin, Laboreffizienz mit einer offenen, kommunikativen Atmosphäre zu verbinden, die die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Forschern und Klinikern fördert.

Ein Forschungsumfeld, das Leistung und Wohlbefinden vereint

Der Bauherr, die Medfacilities GmbH, strebte die Schaffung einer Forschungsumgebung an, die höchsten wissenschaftlichen Standards entspricht und gleichzeitig für eine internationale Forschungsgemeinschaft attraktiv, gesund und inspirierend ist. Im Mittelpunkt des Auftrags stand die Notwendigkeit, ein zuverlässig stabiles Raumklima für empfindliche Experimente sowie flexible Laborlayouts zu schaffen, die sich an sich weiterentwickelnde Forschungsprogramme anpassen lassen.

Für Bio- und Chemie-Labore waren kontrollierte Lüftungsbedingungen erforderlich. Dabei mussten auch Schallschutzvorgaben eingehalten werden, um konzentriertes Arbeiten in Büros und Besprechungsräumen zu ermöglichen. Gleichzeitig sollten die technischen Systeme sorgfältig integriert werden, damit die Luftverteilung die architektonische Gestaltung von Fassaden und Innenräumen unterstützt.

Komplexe Anforderungen in unterschiedlichen Gebäudebereichen

Um diese Ziele in eine effektive Luftverteilungslösung umzusetzen, mussten mehrere Herausforderungen gleichzeitig bewältigt werden. Labore mit Abzugshauben und Instrumentenräumen weisen sehr unterschiedliche Lastprofile auf, die alle über gemeinsame Schächte in einer dichten städtischen Gebäudestruktur versorgt werden.

In Büros, Besprechungsräumen und öffentlichen Bereichen schränkten Deckenhöhen, Balkenkonstruktionen und akustische Anforderungen den verfügbaren Platz für Luftkanäle und Raumgeräte ein. Der zweistöckige öffentliche Sockelbereich, die Cafeteria und der Hörsaal erforderten jeweils individuelle Luftströmungskonzepte, während jede sichtbare Komponente den architektonischen Standards eines Vorzeige-Forschungsgebäudes entsprechen musste, das in den bestehenden Krankenhauscampus integriert ist.

Eine abgestimmte Lüftungslösung aus einer Hand

In enger Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro IGF Ingenieurgesellschaft Feldmeier und den ausführenden Unternehmen Pleitz GmbH und Prinzing Gebäudetechnik GmbH fungierte Swegon als Komplettanbieter für die raumseitige Luftverteilung.

In einer umfangreichen Entwicklungsphase wurden die Lüftungskomponenten speziell für die Mischung aus Laboren, Büros, öffentlichen und Sonderbereichen des Gebäudes konzipiert und dimensioniert. Anstatt einzelne Produkte zu liefern, stellte Swegon ein aufeinander abgestimmtes Portfolio aus Zu- und Abluft- sowie Luft-Wasser-Systemen bereit, die als ein einheitliches Konzept zusammenwirken und vollständig auf die Architektur des Projekts sowie sowie Effizienzanforderungen abgestimmt sind.

Maßgeschneiderte Systeme für Labore, Büros und öffentliche Bereiche

Die ausgewählte Produktpalette spiegelt die vielfältigen Funktionsbereiche innerhalb des Gebäudes wider. Verschiedene Deckenauslässe wie der SKD sorgen in Laboren und Büros für eine Zuluftversorgung mit niedrigen Schallleistungspegeln und hoher Vermischungseffizienz. Lineare VZ-41-Schlitzauslässe und die kombinierten VZ-41-ZA-Zu- und Abluftschlitzauslässe für die Wandinstallation versorgen Flure, Büros und Fassadenbereiche mit unauffälligen, linearen Luftströmungsmustern.

In Laborbereichen bieten runde VZ-AR-Kanalauslässe und AKK-TIE-Kühlbalken sichtbare und dennoch architektonisch klare Lösungen mit hoher Kühlleistung.

Lüftungsgitter und Designelemente aus Edelstahl unterstützen die Abluftführung und die architektonische Integration. KVR-S-Konstantvolumenstromregler, variable VVSR-RU-Volumenstromregler und Axialventilator-Regler sorgen dafür, dass Luftmengen und Luftdruck im gesamten Gebäude zuverlässig aufrechterhalten werden.

Stabile Laborbedingungen und Energieeffizienz

Das aufeinander abgestimmte System sorgt für einen stabilen Luftdruck im Labor, zugfreie Zuluft mit geringen Temperaturunterschieden und einen niedrigen Schallleistungspegel, um konzentriertes wissenschaftliches Arbeiten zu ermöglichen. Hohe interne Lasten durch Laborgeräte und Beleuchtung werden durch induktionsgestützte Kanalauslässe und Kühlbalken nahe der Quelle aufgenommen, wodurch auch bei längerem Betrieb konstante Raumbedingungen aufrechterhalten werden. Architektonische Luftanschlüsse und Gestaltungselemente sorgen dafür, dass sich das Lüftungssystem optisch nahtlos in das Designkonzept einfügt.

Der Einsatz eines Luft/Wasser-Systems auf Basis von Kühlbalken und Kanalauslässen ermöglicht die Nutzung von Wasser als primäres Medium zur Abführung von Heiz- und Kühllasten. Konstantdurchflussregler und bedarfsgerechte Regelung tragen dazu bei, unnötigen Energieverbrauch zu reduzieren und die Luftmengen an die tatsächliche Nutzung der einzelnen Zonen anzupassen. In Kombination mit dem kompakten, gut gedämmten Gebäudekonzept trägt die Lösung zu einer Forschungseinrichtung bei, die auf langfristige Betriebseffizienz ausgelegt ist.

Flexibilität für sich ändernde Anforderungen

Während der Inbetriebnahme wurde jeder Lüftungskreislauf mithilfe von Swegon Komponenten zur Durchflussmessung und -einstellung abgeglichen und überprüft, wodurch klare Referenzwerte für zukünftige Neuinbetriebnahmen bereitgestellt wurden.

Der modulare Aufbau der Auslässe, Regler und Kühlbalken ermöglicht es, Lüftungszonen anzupassen, Luftmengen zu regulieren und Komponenten auszutauschen, wenn sich Forschungsgruppen, Geräte und Protokolle ändern. Diese Flexibilität ist besonders relevant für ein Exzellenzcluster, dessen Forschungsschwerpunkt sich im Laufe von Förderzyklen weiterentwickelt.

Ein stimmiges Raumklimakonzept für Spitzenforschung

Das CECAD-Forschungszentrum veranschaulicht, wie eine sorgfältig abgestimmte Lösung sowohl anspruchsvolle wissenschaftliche Prozesse als auch eine ambitionierte Architektur unterstützen kann.

Swegon lieferte eine Lösung, die zuverlässige Laborbelüftung, komfortable Büro- und öffentliche Bereiche sowie architektonisch integrierte, sichtbare Komponenten vereint. Das Ergebnis ist ein Raumklima, das die Vision des Bauherrn von einem nachhaltigen, kommunikativen und innovativen Forschungsgebäude unterstützt und das eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des CECAD zu einem führenden europäischen Zentrum für Altersforschung gespielt hat.