Swegon Klimasysteme mit Luftkühlung 2002 - Rev. 19 Juni, 2007
www.swegon.comMessung und Einregulierung
Allgemeines
Eine schlecht durchgeführte Einregulierung ist eine gewöhnliche Ursache dafür, dass so viele Lüftungsanlagen nicht wie vorgesehen funktionieren. In der Regel beruht das auf der Unterlassung bei der Wahrnehmung der installationstechnischen Voraussetzungen für die Einregulierung sowie auf mangelhaften Kenntnissen in der Mess- und Regeltechnik.
Die Einregulierarbeit ist bereits im Projektierungsstadium genau vorzubereiten. Auch alle Veränderungen in der Installation in der Bauzeit sollten berücksichtigt werden. Die Arbeit mit der Einregulierung erfordert deshalb Zeit, wenn sie auf unzulängliche Art und Weise vorbereitet wird.
Es ist wichtig, für diese Arbeit genügend Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Diese Investition kann zu einer Versicherung werden, eine Installation zu erhalten, die wie beabsichtigt funktioniert.
Die Empfehlungen für die Ausführung der Luftmengenmessungen findet man im Bericht: „Methoden für die Messung von Luftmengen in Lüftungsinstallationen”, der von Svensk Byggtjänst bezogen werden kann.
Messung
In einer Lüftungsanlage darf die Abweichung vom vorgeschriebenen Wert für eine Luftmenge nicht größer als 15 %, einschl. Messfehler.
Die Messinstrumente sollen gem. einer Methode mit niedriger Fehlerquote kalibriert werden. Es sind Kalibrierungskurven anzuwenden, bei denen die Korrektur als Funktion des abgelesenen Wertes angegeben wird.
Exakte Messungen sind eine Unmöglichkeit. Bei der Messung von z. B. einer Luftmenge sind immer folgende drei Fehler zu berücksichtigen.
- Instrumentenfehler - m1, können z. B. auf Friktion im Instrument beruhen oder Reste systematischer Fehler bei einer Kalibrierung sein.
- Methodenfehler - m2 können z. B. auf fehlerhaften Messpunkten beruhen. Der Methodenfehler m2 wird fürdie empfohlenen Messmethoden im obengenannten Bericht „Methoden für die Messung von Luftmengen in Lüftungsinstallationen" erhalten.
- Ablesfehler - m3, können auf einer schlechten Auflösung in der Skala beruhen.
Mit Ausgangspunkt von diesen Fehlern wird ein wahr-scheinlicher Messfehler, m, gem. folgt berechnet:

Messung im Kanal
Es gibt drei prinzipiell verschiedene Methoden für die Messung in Lüftungskanälen.
A1 - Messung mit Prandtl-Rohr
A2 - Messung mit festem Messanschluss
A3 - Messung mit Spürgas
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Methode | Bezeichnung | Methodenfehler m2 |
Traversieren mit Prandtl-Rohr im Kanal mit: | | |
Rundem Querschnitt | A11 | 4-5 % empfohlener Messplan 7 % alt. Messplan |
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Rechteckigem Querschnitt | A12 | 4% empfohlener Messplan 7 % alt. Messplan |
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Festen Messanschlüssen | A2 | Siehe Einbaumaße bei den Fehlergrenzen 5 und 10 % |
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Festlegung der Luftmenge mit Hilfe von Spürgas | A3 | 5 bzw. 10% |
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Tabelle 8.Methode für das Messen der Luftmengen im Kanalsystem.
Um den Zeitaufwand zu verringern und die Genauigkeit der Regulierungsarbeit zu erhöhen, empfiehlt Swegon im höchstmöglichen Umfang die Anwendung von festen Messeinheiten (Methode A2). Swegon bietet unterschiedliche Typen von Messeinheiten an.
Die Mehrzahl der Swegon-Produkte besitzt feste Messanschlüsse. Außerdem gibt es eine regulierbare Messeinheit, bei der die Messfunktion mit einer Klappe für einfache Einregulierung der aktuellen Luftmenge komplettiert wurde.
Die Luftmenge wird durch Messung der entstandenen Druckdifferenz über dem Zentrumkörper bestimmt. Die Menge wird danach mit Hilfe besonderer Messanleitungen (MIS) erhalten.

Abbildung 53.Regulierbare Messeinheit.
Messung an Zuluftauslässen
Für die Messung der Luftmenge bei Zuluftauslässen gibt es drei empfohlene Messmethoden:
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Methode | Bezeichnung | Methoden- fehler |
Druckabfallmessung mit festen Messanschluss | C2 | 5% |
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Tütenmethode | C5 | 3% |
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Messung mit konventionell mit Stutzen versehenen Anemometern, kompl. mit Verlängerungsstutzen | C3 | 5% |
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Tabelle 9.Methoden für die Messung von Luftmengen bei Zuluftauslässen.
Die Zuluftauslässe von Swegon sind mit festen Messanschlüssen gem. Methode C2 ausgerüstet. Der Messanschluss befindet sich entweder direkt im Auslass oder auch im Druckreduzierkasten, der als Zubehör zu den Auslässen erhältlich ist. An diesen wird ein Manometer angeschlossen und ein charakteristischer Druck gemessen. Die Menge wird als Funktion des charakteristischen Druckunterschiedes erhalten.
Im Druckreduzierkasten befindet sich auch eine Regulierklappe, die durch den Auslass zugänglich ist. Die Konstruktion der Kästen bedingt eine gute Schalldämpfung sowie ein gleichmäßiges Einströmen der Luft in den Zuluftauslass, wodurch ein gleichmäßiges Strahlprofil garantiert wird.
In sämtlichen Druckreduzierkästen kann die Klappe für eine problemlose Reinigung leicht entfernt werden.
Abhängig vom Typ des Druckreduzierkastens und Luftauslasses variiert die Anzahl der Messanschlüsse zwischen 1 oder 2.
Einregulierfaktor
Für jeden Luftauslass oder Anschlusskasten gibt es Einregulierfaktoren, die für entsprechendes Produkt entwickelt worden sind, bei denen die Luftmenge gem. nachstehender Gleichung erhalten wird.
wo | q = | Luftmenge in l/s |
| k = | Einregulierfaktor |
| Dpi = | gemessener Differenzdruck (Einregulierdruck in Pa) |
Diese Art und Weise der Festlegung der Luftmenge gilt für sowohl die A2- als auch C2-Methoden.
Beispiele von Luftauslässen mit einem oder zwei Messanschlüssen

Abbildung 54. Ein Messanschluss.

Abbildung 55. Zwei Messanschlüsse.
Eine kontinuierliche Kontrolle der Einregulierdaten erfolgt im Labor von Swegon.
Swegon gibt einen besonderen Katalog mit Anweisungen für die Montage der Auslässe, die Einregulierung und Wartung heraus.
Zur Erleichterung der Einregulierarbeit wurden die Messanschlüsse mit Kunststoffschläuchen verlängert und die Einregulierklappe mit Schnurregulierung versehen (helle Schnur öffnet und dunkle Schnur schließt die Klappe), so dass die Einregulierung ohne Demontage der Zwischendecke oder des Luftauslasses erfolgen kann.

Einregulierung eines Quellauslasses.
Bei der Auslegung von Zuluftauslässen mit Ansprüchen auf einen sehr niedrigen Schallpegel oder eine kurze Wurfweite wird auch ein niedriger Gesamtdruckabfall über dem Auslass erhalten. Dies führt mit sich, dass der Einregulierdruck Dpi niedrig wird und Schwierigkeiten bei der Druckmessung auftreten.

Einregulierung eines Luftauslasses mit Schnur-regelung und Messschlauch.