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Swegon Klimasysteme mit Wasserkühlung 2004
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RICHTLINIEN
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Testmethoden für Klimasysteme mit Wasserkühlung
Um die Produkte der verschiedenen Lieferanten vergleichen zu können, ist es wünschenswert, dass es Teststandards gibt. Erst in diesem Fall sind die Produktdaten gleichwertig, vergleichbar und eindeutig.

Die Standards, die in Europa gültig gewesen sind, sind die Nordtestmethode NT VVS 078 „Ceiling Cooling Systems“ und später auch die sog. V-Methode V-Schrift 1996:1 (vor allem in Schweden). In Deutschland wurde gleichzeitig ein DIN-Standard angewendet, der für plane Kühldecken, jedoch auch für passive Kühlbalken (Kühlbalken ohne Zuluft) Anwendung gefunden hat.

Nordtest und V-Schrift
Nordtest und die V-Methode sind relativ gleich. Bei der V-Methode handelt es sich um eine etwas revidierte Version der Nordtestmethode, die vom schwedischen Staatlichen Materialprüfungs- und Forschungsinstitut (SP) und dem Verein Ventilation Klima Umwelt (heute Schw. Ventilation) gemeinsam mit einigen Lieferanten in Schweden und Finnland entwickelt wurde. Der hauptsächliche Unterschied zwischen den beiden Methoden besteht darin, bei welcher Wassermenge die Produkte getestet werden sollen. Bei der Nordtestmethode ist die Wassermenge festgelegt und steht in Relation zum Rohrdurchmesser des Wärmetauschers, d.h. alle Produkte werden unabhängig von der Kühlkapazität bei der gleichen Wassermenge getestet.

Der Zweck der V-Methode war, dass die Produkte bei einem Betriebsfall, der mehr der Wirklichkeit gleicht, getestet werden sollten, und hier entschied man sich für die Wassermenge, die einen Temperaturunterschied von zwei Grad durch den Wärmetauscher gibt. Das bedeutet, dass, wenn zwei Produkte eine unterschiedliche Kühlkapazität aufweisen, diese bei unterschiedlicher Wassermenge getestet werden sollen.

Der Testraum besteht gemäß Abbildung 44 aus zwei Räumen, bei denen die Wärme der inneren Testkammer indirekt über Boden und Wände zugeführt wird. Die Wärme balanciert mit der unter der Messsequenz erhaltenen Kühlkapazität des Testobjekts, so dass die Temperatur der Testkammer konstant ist.

DIN 4715
Im deutschen Standard gemäß DIN 4715 sieht der Testraum ein wenig anders aus, Abbildung 45. Hier besteht die Testkammer aus einem isolierten Raum. Im Inneren der Testkammer wird die Kühlkapazität des Testobjekts mit Hilfe von „Dummies“ (Personensimulatoren), die direkt im Raum Wärme abgeben, balanciert.

EN-Standards
Mit der zunehmenden Anwendung von Kühlbalken auch im übrigen Europa wurde vor einigen Jahren eine Arbeit in die Wege geleitet, um gemeinsame europäische Teststandards zu entwickeln. Seit dem Start 1996 ist Swegon in dieser gemeinsamen Arbeit in Europa ein aktiver Partner, und derzeitig liegen drei Vorschläge vor, die innerhalb eines Jahres zu fertigen Standards für plane Kühldecken sowie passive und aktive Kühlbalken (ohne und mit Zuluft) führen werden.


Wichtig
Welcher Standard vorzuziehen ist, ist mehr eine philosophische Frage. Alle Standards haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Aber manchmal kann die Deutlichkeit in der Präsentation der Produkte aufgrund eines Standards leiden, da die Anforderungen im Standard nicht selten von der Praxis, die bei Installationen in verschiedenen Ländern Anwendung findet, abweichen.

Bitte beachten, dass aktuelle Testmethoden notwendigerweise nicht mit den Betriebsfällen übereinstimmen müssen, die bei der Projektierung eines Klimasystems aktuell sein können. Die häufigste Fehlerquelle ist, dass das Kühlwassersystem nicht für zwei Grad Temperaturunterschied des Kühlwassers projektiert ist, sondern am häufigsten für drei oder manchmal sogar vier Grad. Gründen sich die Daten des Lieferanten auf einen Teststandard mit zwei Grad Temperaturunterschied, so können diese Daten ohne eine Umrechnung auf die aktuelle Wassermenge nicht angewendet werden.

In der Dokumentation von Swegon stützen sich alle Kapazitätsdaten auf eine festgelegte Wassermenge. Diese Korrekturkurven sind immer im Anschluss zu den entsprechenden Produktdaten zu finden.

Der Einfachheit halber wird die Anwendung der Berechnungsprogramme von Swegon für Produkte mit Wasserkühlung, ProPipe und BeamSelect, die die Kühlkapazitäten automatisch auf mit Rücksicht auf die aktuell gewünschte Wassermenge korrigieren, empfohlen.


<P><EM><STRONG>Abbildung 44.</STRONG></EM> <EM>Die V-Methode.</EM></P>

<P><EM><STRONG>Abbildung 45.</STRONG></EM> <EM>DIN 4715.</EM></P>



   

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