Swegon Klimasysteme mit Wasserkühlung 2004 - Rev. Oktober 2003
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KLIMASYSTEME VON STIFAB FAREX MIT WASSERKÜHLUNG
KLIMASYSTEME VON Swegon MIT WASSERKÜHLUNG

PROJEKTIERUNG MIT KÜHLBAFFELN VON STIFAB FAREX
Das Prinzip für die Deckengeräte von Swegon ist, dass die Primärluft sowohl eine Vermischung im Raum bewirkt als auch, dass durch Induktion die Raumluft durch die eingebauten Flanschbatterien zirkuliert und auf diese Weise die Raumluft unterkühlt. Abhängig vom Aussehen des Raumes, der Anordnung der Wärmelasten und der Deckengeräte, können verschiedene Strömungsbilder geschaffen werden.
Korridor – Brüstung
Hierbei handelt es sich um eine Installationsalternative für das Modulbüro. Das Produkt kann wahlfrei entweder in der Mitte der Decke oder an der Zwischenwand angeordnet werden. Die Anordnung an der Deckenmitte ist die konventionelle Alternative, die für alle Produkte, sowohl mit als auch ohne Zuluft und/oder Heizung passt. Die Anordnung entlang der Zwischenwand kann mit Produkten mit und ohne Zuluft erfolgen. Bei Zuluft ist jedoch eine asymmetrische Einblasung der Zuluft zu empfehlen.
Vorteile: Einfacher Anschluss von Wasser und Luft zum Korridor.
Rückwand
Die Rückwandlösung eignet sich für Modul- und Großraumbüros. Abhängig von den Zuluftmengen wird eine symmetrische oder asymmetrische Einblasung der Luft gewählt. Produkte mit Strahlungswärme sollten für diesen Installationstyp vermieden werden. Um eine geringe Strahlungsasymmetrie zu erhalten, werden stattdessen Heizkörper oder Strahlungswärme an Außenwänden empfohlen.
Vorteile: Einfacher Anschluss von Wasser und Luft zum Korridor.
Vorderwand
Die Vorderwandlösung eignet sich sowohl für Modul- als auch Großraumbüros. Diese Anordnung eignet sich ausgezeichnet für Produkte mit Kühl-, Zuluft- und Heizfunktion.
Vorteile: Sämtliche Klimafunktionen in einer Einheit gewährleisten Einfachheit in der Projektierung und Installation. In Großraumbüros sind hierdurch normalerweise größere Abstände zwischen den Produkten möglich, als bei der Montage in Richtung Korridor – Brüstung. Hierdurch bestehen bessere Möglichkeiten, höhere Kühlkapazitäten zu erreichen.
Modulbüro
Wichtig für die Funktion in einem Einraumbüro ist, dass die untertemperierte Luft, die das Deckengerät verlässt eine lange Mischzone ausnutzen kann, ehe diese die Personen in der Aufenthaltszone erreicht.
Von der Position des Deckengeräts kann die Luft der Decke, entlang den Wänden oder Teilen des Fußbodens folgen und während dieser ganzen Strecke Raumluft einmischen und die Temperatur in der Zirkulationsluft erhöhen, um auf diese Art und Weise den Raum ohne Risiko für Zugerscheinungen zu klimatisieren. Dank der langen Mischzone können auch Luftmenge und Impulse innerhalb eines großen Bereiches variieren, ohne dass das Zugrisiko in der Aufenthaltszone zu hoch wird, weswegen die Düsenkonfiguration bei einer Veränderung der Luftmenge notwendigerweise nicht geändert werden braucht.

<P><EM><STRONG>Abbildung 35.</STRONG></EM> <EM>Vom Korridor zur Brüstung montierter Kühlbalken im Modulbüro.</EM></P>

<P><EM><STRONG>Abbildung 36.</STRONG></EM> <EM>An der Rückwand montierter Kühlbalken im Modulbüro.</EM></P>

<P><EM><STRONG>Abbildung 37.</STRONG></EM> <EM>An der Vorderwand montierter Kühlbalken im Modulbüro.</EM></P>
Großräume

<P><EM><STRONG>Abbildung 38.</STRONG></EM> <EM>Anordnung der Kühlbalken in einem Großraum.</EM></P>
Großräume können Geschäftsräume oder Großbüros sein. In einem Großraum sind die Verhältnisse für Deckengeräte anders als in einem Modulbüro. Hier gibt es normalerweise keine Wandflächen, an denen die untertemperierte Luft entlang strömen kann, sondern nur die Brüstung, siehe Abbildung 38. Die am häufigsten vorkommende Installation in Großräumen sind lange parallele Einheiten, die vom Korridor zur Brüstung orientiert angebracht sind. Es bestehen jedoch große Möglichkeiten, eigene Formationen zu schaffen, wenn im Raum ein einheitliches Design gewünscht wird. Eine Vorderwandlösung ist ebenfalls zu empfehlen. Siehe Abschnitt oben.
Bei Systemen mit Mischströmung erfolgt ein Austausch zwischen Raumluft und untertemperierter Zuluft in vertikale Richtung, und durch die Anforderungen an die Flexibilität in Bezug auf freies Möblieren, die Platzierung von Zwischenwänden usw., die im Allgemeinen für moderne Großbüros vorhanden sind, muss das System von Anfang an auf eine solche Art und Weise projektiert werden, dass kein Risiko für Zug vorliegt. Im Berechnungsprogramm BeamSelect für Kühlbalken von Swegon sind alle erforderlichen Daten für die Durchführung einer Projektierung zu finden.
Vorteile: Durch Produkte mit eingebauter Zuluftfunktion erfolgt die Luftzufuhr ohne Lärm und Zug.
Wichtig: Passive Kühlbalken sollten in Richtung der Konvektionsströme angeordnet werden, da ansonsten eine reduzierte Leistung riskiert wird. Auf entsprechende Weise sind die Zuluft-auslässe so anzuordnen, dass die Luft nicht in die Kühlbalkenöffnungen geblasen wird.
PROJEKTIERUNG MIT INDUKTIONSGERÄTEN/BRÜSTUNGSSYSTEMEN VON STIFAB FAREX
Anordnung an der Brüstung
Wie auch der Name bereits andeutet, wird das Produkt hauptsächlich an der Brüstung angeordnet. Das Klimatisierungssystem PRIMO für Anbringung an der Brüstung von Swegon enthält immer die Funktionen Kühlung, Heizung und Lüftung. Das System bietet bei sowohl Kühl- als auch Heizbetrieb einen ausgezeichneten Komfort.
Vorteile: Komplettes Klimatisierungssystem einschließlich Steuerungsausrüstung. Eignet sich für niedrige Deckenhöhen. Wenig Wartung und niedrige Servicekosten.
Im Boden integriert
Kann auch liegend, integriert im Installationsboden, wenn ein solcher vorkommt, angeordnet werden.
Vorteile: Komplettes Klimatisierungssystem einschließlich Steuerungsausrüstung. Ermöglicht Lösungen, die bis zum Boden gehen.
Anordnung an der Decke
Eine weitere Alternative ist die Anordnung vorn oder hinten an der Decke.
Vorteile: Komplettes Klimatisierungssystem einschließlich Steuerungsausrüstung.
Empfohlene Grenzwerte
In jedem Produktabschnitt sind für das Produkt empfohlene Grenzwerte angegeben. Wasserseitig sind Grenzen für Betriebsdruck und Probedruck der fertigen Installation angegeben.
Für die Kühl- und Heizwasserschleife wird die geringste Wassermenge angegeben. Hierbei ist die geringste Menge gemeint, die für das Mitreißen der Luft in der Schleife erforderlich ist. Die niedrigste Vorlauftemperatur wird von der Taupunkttemperatur entschieden und ist immer so auszulegen, dass das System ohne Kondensation arbeitet, siehe auch Abschnitt Kondensationsschutz.
Die höchste Vorlauftemperatur gibt die höchste bei kontinuierlichem Betrieb empfohlene Temperatur an. Bitte beachten, dass große und schnelle Temperaturvariationen, vor allem in Strahlungsdecken, aber auch zu einem gewissen Teil in Kühlbalken mit Flanschbatterien, aufgrund der Längenausdehnung in den Teilen Klicklaute generieren können. Hohe Vorlauftemperaturen (60 – 80 °C) dürfen nur vorkommen, wenn der Heizbedarf groß ist und sollen immer der Außentemperatur folgen, so dass die Vorlauftemperatur im Takt mit einem reduzierten Heizbedarf gesenkt wird. Auch vom Gesichtspunkt der Energie her ist dies vorzuziehen, da in diesem Fall die Verluste in den Rohrsystemen niedriger werden.
Hochtemperatursysteme, bei denen sich die Steuerung der Raumtemperatur darauf stützt, dass Produkte kontinuierlich erhitzt und gekühlt werden, sind zu vermeiden.

<P><EM><STRONG>Abbildung 39.</STRONG></EM> <EM>Unter dem Fenster angeordnete Induktionsgeräte/Brüstungssysteme in einem Modulbüro</EM></P>

<P><EM><STRONG>Abbildung 40.</STRONG></EM> <EM>An der Decke angeordnete Induktionsgeräte/Brüstungssysteme in einem Modulbüro.</EM> </P>
Versuche im Vollmaßstab im Labor
Die Fabriken von Swegon in Tomelilla und Arvika besitzen gut ausgerüstete lüftungstechnische Laboratorien. Im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Produkte wird eine umfassende Entwicklungsarbeit durchgeführt, um die Funktion und Leistung der Produkte festzustellen. Ein wichtiger Teil dieser Arbeit besteht aus Tests im Vollmaßstab, bei denen eine Simulation des Raumklimas möglich ist. Der Zweck dieser Tests ist das Herausfinden der praktischen Grenzen für die Nutzung der Produkte und das Festlegen erforderlicher Empfehlungen, um den Kunden in der Projektierungsphase mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können.
Für die Durchführung einer Simulation im Labor ist eine Aufstellung und Möblierung erforderlich, die sich so wenig vom aktuellen Raum wie nur möglich unterscheidet.
Um sicher zu sein, das richtige Niveau des Heiz- bzw. Kühlbedarfs zu erreichen, sollte für eine Auslegung des Klimasystems immer eine Klimaberechnung die Grundlage bilden. Hierfür eignet sich das Berechnungsprogramm ProClim von Swegon (siehe www.swegon.se). Sie können sich auch an eine unserer Vertriebsfilialen wenden.
Wenn die Voraussetzungen für die Räume festgelegt sind, wird in einem der Labors des Unternehmens über eine Vertriebsfiliale ein Test geplant. Es besteht dann die Möglichkeit, den Test zu überwachen und selbst daran teilzunehmen, um zu sehen, welches Ergebnis erreicht werden kann.
Düsenkonfiguration
Kapazitätsdaten für Deckengeräte werden normalerweise für die unterschiedlichen Düsenkonfigurationen 1, 2, 3, 4, E und N präsentiert. Variable Verteilung der Luft für die verschiedenen Seiten.
Luftgleichrichter ADC
Die Funktionslängen der verschiedenen Deckengeräte werden im Berechnungsprogramm BeamSelect präsentiert. Die Absicht ist, Unterlagen für das Bestimmen des Abstandes zur Wand oder zu anderem Hindernis, sowie des Abstandes zwischen in die entgegengesetzte Richtung blasenden Einheiten zu erstellen.
Die Funktionslänge ist ein Referenzparameter, der sich auf umfangreiche Labormessungen und langjährige Erfahrung stützt. Mit Hilfe von ADC, Air Diffusion Control, können sowohl das Strahlprofil als auch die Eindringtiefe auf jedem Deckengerät individuell verändert werden, was dazu beiträgt, diese sehr flexibel zu machen. Die Anzahl der Einstellkombinationen ist sehr groß, und die häufigsten Strahlprofile sind im entsprechenden Produktblatt zu finden. Für Funktionslängen wird auf das Berechnungsprogramm BeamSelect hingewiesen.
Zuluftdüsen
Die Kühlbalken und Deckengeräte von Swegon sollen eine optimale Zufuhr von Primärluft und untertemperierter Zirkulationsluft mit niedrigen Luftbewegungen in der Aufenthaltszone, unabhängig von der gewünschten Primärluftmenge, bieten können. Deswegen können diese mit einer Anzahl Varianten an eingebauten Zuluftdüsen versehen werden. Die Luftverteilung ist dann auf eine solche Art und Weise variierbar, dass die Düsen neu versiegelt werden können.

<P><EM><STRONG>Abbildung 41.</STRONG></EM> <EM>Empfohlene Abstände mit ADC in verschiedenen Einstellungen.</EM></P>
BSA und KGD in der Zwischendecke integriert
Damit BSA und die integrierte Kühlbaffel KGD die richtige Menge Zirkulationsluft erhalten, ist es wichtig, dass in der Zwischendecke Zirkulationsluftöffnungen angeordnet werden. Für jeden laufenden Meter Kühlbaffel sind Zirkulationsluftöffnungen mit einer Nettofläche von mindestens 0,1 m2 in der Zwischendecke erforderlich. Wenn möglich sollen die Zirkulationsluftöffnungen auf den Kurzseiten der Einheit angeordnet werden. Wo dies nicht möglich ist, werden Zirkulationsöffnungen in einem Abstand von mindestens der halben Funktionslänge von der Auslassöffnung der Einheit platziert, siehe Abbildung 42.
L > 0,5 • Xl (vz=0,20)
L = Abstand der Öffnung von der Kühlbaffel
Xl = Funktionslänge
Abstand zur Wand
Der empfohlene Mindestabstand zwischen einer Einheit, die parallel mit der Wand montiert wird, siehe Abbildung 43. Die aktuelle Funktionslänge XL erhält man aus dem Auslegungsprogramm BeamSelect von Swegon auf unserer Homepage.
Computersimulierung
Viele Male gibt es weder Zeit noch Geld für die Durchführung eines Tests im Vollmaßstab. Als Alternative kann Swegon eine Computersimulierung, eine sog. CFD-Berechnung anbieten, die mit guter Genauigkeit voraussagen kann, welche Verhältnisse in der zukünftigen Systemlösung vorherrschen werden.
Wartung
Die Deckengeräte, Kühlbaffeln und Induktionsgeräte/Brüstungssysteme von Swegon zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie keine beweglichen Teile enthalten. Sie fordern deshalb keine andere Wartung als Reinigung. Das Intervall für die Reinigung variiert mit dem Typ des Produkts, der Platzierung des Produkts und der Art der Tätigkeit im Raum, kann jedoch bei normalen Betriebsverhältnissen auf 5 Jahre für Kühlbaffeln/Deckengeräte sowie auf 2 Jahre für Induktionsgeräte/Deckengeräte festgelegt werden.
Lackierte Flächen werden mit einer milden Seifenlösung gereinigt. Niemals Lösungsmittel verwenden, da dies der lackierten Fläche schaden kann.
Der Luftkanal (in vorkommenden Fällen) kann durch Reinigungsdeckel im Luftkanal gereinigt werden.
Batterien werden mit einem Staubsaugermundstück, das über die Außenfläche der Batterie geführt wird, gereinigt.
Batterien, die oberhalb der Zwischendecke montiert sind, erfordern aufgrund der sehr niedrigen Luftgeschwindigkeiten, die ihre Ursache in der Zirkulationsluft haben, generell selten eine Reinigung.
Die Besichtigung der Aufhängungsteile und sichtbaren Lötpunkte ist im Zusammenhang mit der Reinigung durchzuführen. Sitzt irgendetwas lose, oder findet man Wassertropfen auf den Lötpunkten, ist die Einheit zu besichtigen und eventuelle Fehler sind zu beheben.

<P><EM><STRONG>Abbildung 42.</STRONG></EM> <EM>Empfohlene Anordnungen von Zirkulationsluftöffnungen in der Zwischendecke für BSA und KGD.</EM></P>

<P><EM><STRONG>Abbildung 43.</STRONG></EM> <EM>Abstand zu Wänden bzw. zwischen Kühlbaffeln.</EM> </P>